Die häufigsten Fragen aus Beratungen, beantwortet mit belegbaren Zahlen. Alle Quellen sind verlinkt, Stand: Juli 2026. Was hier fehlt, beantworten wir per Anfrage.
Kosten und Förderung
Was kostet eine Wärmepumpe komplett eingebaut?
Der Marktcheck der Verbraucherzentrale über 160 reale Angebote ergab 20.000 bis 63.000 Euro, im Durchschnitt 36.300 Euro komplett installiert. Berlin liegt nach einer Auswertung von über 1.000 Angeboten eher unter dem Bundesschnitt, teurer sind Bayern und Baden-Württemberg. Nach Förderung bleiben typisch 15.000 bis 20.000 Euro Eigenanteil, im günstigsten Fall unter 12.000 Euro. Unsere Angebote weisen alle Posten aus; was nicht enthalten ist (etwa Elektro-Sonderarbeiten), steht ausdrücklich dabei.
Quellen: Verbraucherzentrale RLP, Marktcheck, schlau-energiesparen.de, Preisvergleich aus 1.000 Angeboten.
Welche Förderung gibt es, und wie lange noch?
Stand Juli 2026: Für Genossenschaften, Wohnungsunternehmen und andere juristische Personen gilt die KfW-Heizungsförderung für Unternehmen (Zuschuss 459): 30 Prozent Grundförderung plus 5 Prozent Effizienzbonus für natürliches Kältemittel wie R290 — zusammen bis 35 Prozent. Die förderfähigen Kosten sind je Gebäude gestaffelt: 30.000 Euro für die erste Wohneinheit, je 15.000 Euro für die zweite bis sechste, je 8.000 Euro ab der siebten. Die Boni für selbstnutzende Privatpersonen aus dem Zuschuss 458 (Klimageschwindigkeits- und Einkommensbonus) gelten für juristische Personen nicht. Eine feste Befristung gibt es nicht, die Programme stehen aber unter Haushaltsvorbehalt. Wichtig: Der Antrag muss vor Vorhabensbeginn gestellt werden.
Quelle: KfW, Zuschuss 459.
Muss ich vorher komplett sanieren?
Nein. Eine Vollsanierung ist für den Wärmepumpenbetrieb nicht nötig. Oft reichen wenige gezielte Maßnahmen (etwa oberste Geschossdecke, Kellerdecke, Türen und Fenster abdichten), um den Heizwärmebedarf in einen Bereich zu bringen, in dem die Wärmepumpe sicher und wirtschaftlich läuft. Was sich rechnet und was Übersanierung wäre, zeigt unser Wärmepumpen-Check mit offengelegten Formeln.
Quellen: Fraunhofer ISE 2025, Wärmepumpen-Check.
Brauche ich einen neuen Zählerschrank, und was kostet die Elektrik?
Häufig ja, bei Altbau-Elektrik fast immer: Der Wärmepumpen-Anschluss gilt als wesentliche Änderung, damit gelten die aktuellen Anforderungen (VDE-AR-N 4100) inklusive Platz für Messsystem und Steuerbox. Eine Zählerschrank-Erneuerung kostet meist 1.500 bis 5.000 Euro, typisch um 3.000 Euro, und ist als Umfeldmaßnahme förderfähig. Je nach Gerät kommt ein spezieller Fehlerstrom-Schutzschalter dazu. Wir sagen Ihnen vor dem Angebot, ob Ihr Schrank reicht; deshalb bitten wir in der Vorprüfung um ein Foto des Zählerschranks.
Quellen: energie-experten.org, energie-fachberater.de (Förderfähigkeit).
Lohnt sich ein eigener Wärmepumpen-Stromtarif?
Meist ja. Wärmepumpentarife liegen um 20 bis 25 Cent je kWh gegenüber 30 bis 36 Cent im Haushaltsstrom. Dazu kommen die reduzierten Netzentgelte nach § 14a. Modul 2 mit separatem Zähler lohnt ab etwa 3.000 kWh Wärmepumpen-Strom pro Jahr; darunter genügt die Pauschale aus Modul 1.
Quellen: Verbraucherzentrale NRW, Marktcheck 02/2026, schlau-energiesparen.de.
Was hat es mit § 14a EnWG auf sich? Darf mir der Netzbetreiber den Strom abdrehen?
Neue Wärmepumpen über 4,2 kW Anschlussleistung nehmen verpflichtend an der netzorientierten Steuerung teil. Das ist weniger dramatisch, als es klingt: Der Netzbetreiber darf nur bei konkreter Netzgefährdung zeitweise auf mindestens 4,2 kW dimmen, nie ganz abschalten, und Ihr Haushaltsstrom bleibt unberührt. Jede Maßnahme muss seit 2025 öffentlich dokumentiert werden. Im Gegenzug darf der Netzanschluss der Wärmepumpe nicht mehr wegen Netzkapazität abgelehnt oder verzögert werden, und Sie erhalten reduzierte Netzentgelte: bei Stromnetz Berlin 2026 pauschal 146,58 Euro pro Jahr (Modul 1) oder 60 Prozent Rabatt auf das Arbeitspreis-Netzentgelt mit separatem Zähler (Modul 2).
Quellen: Bundesnetzagentur, FAQ § 14a, Stromnetz Berlin, Transparenzplattform VNBdigital.
Technik und Betrieb
Funktioniert eine Wärmepumpe im Berliner Altbau, auch bei Frost?
Ja. Der vierjährige Fraunhofer-ISE-Feldtest in Bestandsgebäuden (77 Anlagen, Abschluss 2025) fand keinen Zusammenhang zwischen Baujahr und Effizienz; auch unsanierte und teilsanierte Häuser liefen zuverlässig. Moderne Geräte arbeiten bis etwa minus 20 °C und liefern Vorlauftemperaturen bis 70 °C oder mehr. Entscheidend ist die Auslegung, nicht das Baujahr.
Wie laut ist eine Wärmepumpe, und was gilt in Berlin rechtlich?
Marktübliche Außeneinheiten liegen bei etwa 48 bis 58 dB(A) Schallleistung; ein Nachtmodus senkt den Pegel weiter. Maßgeblich ist die TA Lärm am Nachbarfenster: nachts 40 dB(A) im allgemeinen, 35 dB(A) im reinen Wohngebiet. Nach dem LAI-Leitfaden reichen bei leisen Geräten oft schon 2 bis 4 Meter Abstand zum Nachbarfenster. Berlin privilegiert Wärmepumpen zusätzlich: Bis 2 Meter Höhe und 3 Meter Länge je Grundstücksgrenze sind keine Abstandsflächen nötig (§ 6 Abs. 8 BauO Bln). Wir rechnen die Schallsituation vor dem Angebot durch.
Quellen: TA Lärm Nr. 6.1, LAI-Leitfaden Luftwärmepumpen (2023), § 6 BauO Bln, BWP-Schallrechner.
Müssen die Heizkörper raus oder brauche ich eine Fußbodenheizung?
Meist nicht. Bestandsheizkörper sind oft größer ausgelegt als nötig. Der einfache Test der Verbraucherzentrale: Begrenzen Sie an einem kalten Wintertag die Vorlauftemperatur auf 55 °C und stellen Sie die Thermostate auf Stufe 3. Werden alle Räume warm, ist Ihr Haus wärmepumpentauglich. Einzelne zu kleine Heizkörper lassen sich gezielt tauschen, das ist deutlich günstiger als eine Flächenheizung.
Quelle: Verbraucherzentrale.
Wie lange hält eine Wärmepumpe, was kostet die Wartung?
Üblich sind 15 bis 20 Jahre Lebensdauer, vergleichbar mit Gas- und Ölkesseln. Die Wartung ist überschaubar: Die Verbraucherzentrale nennt 150 bis 300 Euro pro Jahr. Die von uns vermittelten Geräte nutzen das natürliche Kältemittel R290 (Propan): zukunftssicher gegenüber der F-Gase-Verordnung, und es bringt 5 Prozent Extra-Förderung.
Quellen: Verbraucherzentrale (Stand 04/2026), KfW 459.
Welche Jahresarbeitszahl ist realistisch?
Im Feld gemessen (nicht Prospekt): Luft-Wasser-Wärmepumpen im Bestand erreichen im Mittel eine JAZ von 3,4 (Spanne 2,6 bis 4,9), Erdwärmepumpen 4,3. JAZ 3,4 heißt: Aus 1 kWh Strom werden 3,4 kWh Wärme. Unser Rechner setzt bewusst konservative Werte an, abhängig von Ihren Heizkörpern.
Heizt der Heizstab nicht ständig teuer nach?
Nein. In Feldmessungen liegt der Heizstab-Anteil an der Jahresarbeit bei korrekt ausgelegten Anlagen um 1 bis 2 Prozent, das sind wenige Dutzend Euro pro Jahr. Er ist eine Reserve für Extremkälte, kein Dauerläufer. In unserem Wärmepumpen-Check können Sie den Effekt der knappen Auslegung selbst durchspielen.
Quellen: Fraunhofer ISE Feldtests, Wärmepumpen-Check.
Was ist Takten, und wie vermeidet man es?
Takten ist häufiges Ein- und Ausschalten des Verdichters, meist Folge einer zu groß gewählten Anlage oder falscher Regelung. Es erhöht Verschleiß und Stromverbrauch. Die Gegenmittel sind eine saubere Heizlastberechnung, modulierende Geräte und knappe Auslegung; genau deshalb legen wir eher knapp aus und lassen den integrierten Heizstab die wenigen kältesten Stunden abdecken.
Quelle: energie-experten.org.
Was passiert bei Stromausfall?
Dasselbe wie bei Gas- und Ölheizungen: Auch deren Regelung und Pumpen brauchen Strom, alle wasserführenden Heizungen fallen gleichermaßen aus. Nach Stromwiederkehr startet die Wärmepumpe automatisch neu.
Quelle: VdZ, intelligent-heizen.info.
Kann die Wärmepumpe im Sommer kühlen?
Viele Luft-Wasser-Geräte können aktiv kühlen (Kreislaufumkehr). Über normale Heizkörper funktioniert das kaum; sinnvoll ist es mit Flächenheizung und Taupunktüberwachung. Realistisch sind 3 bis 5 Grad Absenkung, kein Klimaanlagen-Ersatz.
Quelle: energie-experten.org.
Unser Vorgehen
Ich wohne in einer Siedlung mit lauter ähnlichen Häusern. Was bringt mir das?
Viel: Die Auslegung wird einmal je Haustyp gerechnet und gilt für alle vergleichbaren Häuser, Termine und Einbau werden gebündelt, und Sonderlösungen wie kompakte Innengeräte werden ab einer verbindlichen Zahl von Aufträgen möglich. Details auf der Seite Siedlungen.
Was kostet mich die Vorprüfung, und bin ich danach verpflichtet?
Nichts, und nein. Die Vorprüfung und die erste Einschätzung sind kostenlos und unverbindlich. Wir arbeiten mit festen Partnerbetrieben und werden von diesen bei erfolgreicher Vermittlung vergütet; für Sie ändert das am Preis nichts, weil die Angebote alle Posten offen ausweisen.
Warum Midea-Geräte?
Drei nüchterne Gründe: Die aktuellen Geräte nutzen das natürliche Kältemittel R290 und erhalten damit den 5-Prozent-Effizienzbonus der KfW. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist in unabhängigen Auswertungen überdurchschnittlich. Und unser Technikpartner hält Lager, Service und Techniker in Berlin vor, statt aus der Ferne zu disponieren. Auf Wunsch nennen wir Vergleichsalternativen.
Wie lange dauert es von der Anfrage bis zum Einbau?
Realistisch 3 bis 6 Monate für den Gesamtprozess (Vorprüfung, Angebot, Förderantrag, Lieferung, Montage). Der Einbau selbst dauert bei Luft-Wasser-Geräten typisch 2 bis 5 Arbeitstage. Bei Sammelaufträgen in Siedlungen planen wir gebündelte Einbauwochen.
Quelle: Branchenangaben, z. B. 42watt.
Berlin-Spezifisches
Brauche ich in Berlin eine Baugenehmigung für die Außeneinheit?
Im Regelfall nein: Anlagen der technischen Gebäudeausrüstung sind in Berlin verfahrensfrei (§ 61 BauO Bln). Zwei wichtige Ausnahmen: In Denkmalbereichen wie der Papageiensiedlung ist eine denkmalrechtliche Genehmigung nötig (§ 11 DSchG Bln), und in Erhaltungsgebieten verlangt das Bezirksamt eine eigene Genehmigung. Genau für solche Fälle prüfen wir die Innenaufstellung als Alternative.
Quellen: § 61 BauO Bln, § 11 DSchG Bln.
Wie nah an die Grundstücksgrenze darf die Außeneinheit?
Berlin ist hier großzügiger als die meisten Bundesländer: Wärmepumpen bis 2 Meter Höhe und 3 Meter Gesamtlänge je Grenze sind seit Ende 2023 in den Abstandsflächen und ohne eigene Abstandsflächen zulässig, also bis an die Grenze (§ 6 Abs. 8 Nr. 3 BauO Bln). Unabhängig davon müssen die Lärmwerte am Nachbarfenster eingehalten werden; das rechnen wir vorab.
Quellen: § 6 BauO Bln, Länderübersicht Abstände (04/2026).
Muss die Wärmepumpe bei Stromnetz Berlin angemeldet werden?
Ja, Wärmepumpen über 4,2 kW sind anmeldepflichtig, aber nicht zustimmungspflichtig. Die Anmeldung läuft digital über das Kundenportal von Stromnetz Berlin und wird vom Elektro-Fachbetrieb miterledigt, inklusive der Modulwahl nach § 14a. Für Sie entsteht kein Papierkram.
Quellen: Stromnetz Berlin, TAB NS Nord 2023.